Bedeutende Dokumente der
christlichen Kirchen 
 

als Besinnung auf die bedrohliche Lage des Netzes des Lebens

BEDEUTENDE DOKUMENTE DER KIRCHEN


Die christlichen Kirchen haben bedeutende Dokumente veröffentlicht, die sich in theologischer Tiefe mit dem bedrohlichen Zustand der Erdsysteme und der Besorgnis erregenden Perspektive für deren zukünftige Entwicklung wie auch in diesem Zusammenhang für die Zukunft der Menschheit überhaupt befassen.  

Es ist tröstlich und ermutigend, dass diese Verlautbarungen der christlichen Kirchen existieren. Denn sie zeigen in ihrer Grundhaltung, dass man die Dramatik der Gefährdung der Erdsysteme, somit von Gottes Schöpfung, erkannt hat und darauf aufmerksam machen möchte. Deswegen soll als Ergänzung zur Kiritk an den Kirchen auf dieser Seite darauf aufmerksam gemacht werden.

Wir sehen jedoch Diskrepanzen zwischen der theoretischen EInsicht und dem aktiven Handeln.

Diese Diskrepanz zwischen Einsicht und Handeln ist in der Tat frappierend: Die Dokumente sind theologisch beachtlich durchdacht und sprachlich überzeugend – aber die institutionelle Wirklichkeit der Kirchen bleibt im Allgemeinen weit dahinter zurück.


 Übersicht

 

  • Eines der wohl bedeutendsten kirchlichen Dokumente zur ökologischen Krise ist das päpstliche Lehrschreiben Laudato si' von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015. 2023 erschien die Nachfolgeenzyklika Laudate Deum, die noch dringlicher formuliert ist.

    Im Hauptteil seiner Enzyklika gibt Franziskus zunächst einen kurzen Überblick über die aktuelle ökologische Krise (Kapitel 1) und verschafft dann dem  Engagement für die Umwelt eine biblische Grundlage (Kapitel 2). Im Anschluss spricht er über die Ursachen der Krise (Kapitel 3) und legt ein Konzept der ganzheitlichen Ökologie vor (Kapitel 4). Schließlich will der Papst "fortfahren mit einigen ausführlichen Leitlinien für Dialog und Aktion, die sowohl jeden von uns als auch die internationale Politik betreffen" (Kapitel 5). Zum Abschluss gibt er Ratschläge zur menschlichen Reifung, "die von dem Schatz der christlichen spirituellen Erfahrung inspiriert sind" (Kapitel 6).

    Die Laudato si' ist ein dichtes Dokument, das Theologie, Philosophie, Naturwissenschaft und Sozialanalyse verwebt.

    Link zur Enzyklika Laudato si  

    Link zu Laudate Deum


     
  • „Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben"   .

    Die Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen. 
    Ein Impulspapier der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung   (EKD-Text 130, 2018). 

    In dem Text der EKD wird nach der Rolle der Kirche in einem notwendigen Transformationsprozess
    gefragt. Bedingung für das Gelingen der Transformation sei ein Wertewandel und ein umfassender Men-
    talitäts- und Kulturwandel. Die evangelische Kirche will dabei Mahner, Mittler und Motor eines Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft sein. Es geht hier zentral um die Frage, was eigentlich ein gutes Leben ist, was dazugehört und was nicht. Damit eng verknüpft ist die Frage nach der Ressourceneinsparung und einer „Ethik des Genug“ (Suffizienz).

    Link zum EKD-Impulspapier

     
    •  
  • „Umkehr zum Leben" 

    Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels
    Denkschrift des Rates der EKD, 2009

    Diese Denkschrift befasst sich mit nachhaltiger Entwicklung und verknüpft den biblischen Begriff der Umkehr (Metanoia) mit ökologischer Verantwortung. 

    Die Denkschrift zeigt nach einer Darstellung des Klimawandels (Kapitel 2) und der globalen Armutsentwicklung (Kapitel 3) auf, in welchem Ausmaß der Klimawandel die Erreichung der UN-Entwicklungsziele und eine dauerhafte Armutsüberwindung gefährdet (Kapitel 4). Kapitel 5 zeigt, warum die Kirche aufgerufen ist, sich dieser Herausforderung zu stellen, und bietet eine biblisch-theologische Orientierung für die Suche nach Schritten der Umkehr in Politik und Gesellschaft. Kapitel 6 beschreibt, warum das Konzept der nachholenden und auf Wirtschaftswachstum basierenden Entwicklung nicht mehr zukunftsfähig ist, und konkretisiert das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Das Schlusskapitel beschreibt den Auftrag der Kirche, klimagerechte Entwicklungen auf der Südhalbkugel der Erde zu unterstützen und selbst zu einem Leben umzukehren, das sich an den Leitwerten der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit orientiert.

    Link zur Denkschrift


     
  • "Auf dem Weg zu einer Kultur der Nachhaltigkeit"

    Plädoyer für ökumenische Such- und Konsultationsprozesse

    Ein Impulspapier, erarbeitet im Ökumenischen Prozess
    „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten (2017)

    Mit Geleitworten von Markus Vogt und Wolfgang Lucht.

    Das Impulspapier regt ökumenische Such- und Konsultationsprozesse unter dem Motto „Ökumenischer Aufbruch 2030 für eine sozialökologische Transformation“ an, da die Menschheit angesichts globaler Herausforderungen durch die Verletzung planetarer Grenzen am Scheidewege steht. Noch ist offen, ob es gelingt, im Anthropozän Wege zur globalen Durchsetzung einer Kultur der Nachhaltigkeit zu finden. Sie zu suchen, ist auch vornehme Aufgabe von Theologie und Kirche.

    Das Papier wurde im ökumenischen Verbund von zwölf kirchlichen und kirchennahen Institutionen zur Diskussion gestellt.

    Link zum Impulspapier

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