DIE FLUT WIRD KOMMEN.
LASST UNS DIE ARCHE BAUEN!
Anders leben lernen, damit alle leben können
Eine Strategie für dezentralen Wandel
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Von der Downloadseite kannst du es herunterladen

Die Lage:
Der Planet stöhnt und ächzt.
Sieben von neun planetaren Grenzen sind überschritten.
Wenn es weitergeht wie bisher (business as usual), dann stehen wir in der Tat
vor einer Flut biblischen Ausmaßes.
1,5°
Erderwärmung
fast erreicht
1 Mio.
Arten vom
Aussterben bedroht
2030
Kipppunkt
Zeitfenster
100 - 400
Arten verlieren
wir jeden Tag

Wir verstehen Arche Noah for Future als gegenwartsbezogene, nachhaltige Interpretation der biblischen Arche Noah – ein Symbol für Rettung, Schutz und Bewahrung des Lebens angesichts von Bedrohungen der Erdsysteme und unserer Überlebensfähigkeit.
Es steht für eine Initiative, die einen Beitrag leisten will, Hand in Hand eine Rettungsgasse zu bilden zwischen der Apathie auf der einen und der Panik auf der anderen Seite und sich für die nachhaltige Bewahrung unserer Lebensgrundlagen einsetzt.
Die Arche als Modell solidarischer Gemeinschaft
Die Arche ist keine Fluchtburg für Einzelne, sondern:
- Ein Modell mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen und Mitgeschöpfen das Überleben in zunehmend chaotischen Zuständen zu ermöglichen.
- Ein Gemeinschaftsprojekt (Familie = Solidargemeinschaft)
- Ein Übungsraum für alternatives Leben (enger Raum, Sorge für Tiere, neue Ordnung)
- Ein Rettungsmodell mit offenem Eingang ("Wer mitmacht, macht mit")
Hintergrund zur Arche-Metapher
Es gibt keine größere Kraft für Wandel als eine Gemeinschaft,
die entdeckt, worum es ihr wirklich geht.
Margret Wheatley
Diese Seite bietet dir einen
Überblick über Vision und Konzept
von Arche Noah for Future
Von ihr ausgehend führen Buttons zu
einer Fülle von vertiefenden
Darstellungen und Erörterungen, um
dich mit den Ideen und Konzepten
unserer Vision vertraut zu machen.
Hinweis:
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Grundzüge der Strategie
In der Strategie von Arche Noah for Future spielen die Kirchen eine zentrale Rolle. Sie sind das größte Netzwerk im Land. Seine Zweige reichen in alle Winkel des Landes, seine Endpunkte sind die Gemeinden und Pfarreien. Gemeinden können die Orte sein, an denen alternative Solidargemeinschaften entstehen und wo neue Lebensformen eingeübt werden.
Kirchen/Gemeinden als Brücke in die Gesellschaft:
- Sie haben Zugang zu allen Milieus (von prekär bis privilegiert)
- Sie haben soziale Infrastruktur (Gemeinderäume, Netzwerke, Vertrauen)
- Sie haben theologische Legitimation für radikale Neuorientierung
Die Kircheninstitutionen sollen, ausgehend von der oberen Ebene,
in einer massiven Kampagne
sehr deutlich an ihre Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung erinnert werden. Genau dafür brauchen wir eine breite Bewegung, die auf die Kirchen Druck ausübt und sie in die Pflicht nimmt, sich zu ihrer Schöpfungsverantwortung mit prophetischem Handeln zu bekennen, in dem sie ganz konkret ihre Gemeinden motiviert, transformative Zellen zu bilden, reduktive Praktiken einzuüben, zu Lernorten und Reallaboren sich zu formen, in denen neue Prinzipien des Wirtschaftens, von Daseins-und Versorgungsformen praktiziert und eingeübt werden und Blueprints zu entwickeln, die übertragbar sind auf den Rest der Menschheit. Sie müssen begreifen, dass ihre bisher entwickelten Nachhaltigkeitskonzepte in schmerzlichem Kontrast stehen zu der Welt, in der wir stehen, die geprägt ist vom drohnenden Kollaps der Erdsysteme.
Grundlage der Strategie
Konzeption und Vision von Arche Noah for Future begründen sich aus einem analytischen und philosopischen Zusammenhang, den wir als Begründungszusammenhang bezeichen.
Einmal gilt es, unseren Standort in dieser Welt zu bestimmen, der die Grundlage unserer Vision wie auch unseres Handelns bestimmt.
Zum anderen werden die Gemeinschaften als Lenrorte und Hoffnungsräume in den Zusammenhang in philosophisch/theologischer Form hineingestellt, denn sie sind Kern und Ziel der Mission von Arche Noah for Future.
Dieser Begründungszusammenhang ist beschrieben in
Zur Strategie im Einzelnen
"Die Kirchen aufrütteln"
Status quo der Kirchen:
- Lippenbekenntnisse zur "Bewahrung der Schöpfung" (seit Jahrzehnten!)
- Nachhaltigkeitskonzepte (Recycling-Papier, Solardächer) = kosmetisch
- Strukturell weiterhin Teil des Systems (Investitionen, Immobilien, Konsumlogik)
- Keine prophetische Radikalität
Was ihnen aber fehlt:
- Klare Benennung der Sünde (ökologischer Raubbau ist Sünde!)
- Umkehr predigen (nicht nur individuelle Moral, sondern systemische Abkehr)
- Arche-Räume konkret schaffen in jeder Gemeinde
Weiteres Element der Strategie: Obere Ebene unter Druck setzen
Positiv:
- Bischöfe/Kirchenleitungen haben Gestaltungsmacht
- Wenn sie eine Bewegung offiziell unterstützen, öffnet das Türen
- Sie könnten Gemeinden beauftragen, Arche-Projekte zu starten
Herausforderung:
- Kirchenleitungen sind institutionell träge
- Sie fürchten oft Polarisierung ("Wir dürfen nicht zu politisch werden")
- Sie haben selbst massive ökologische Fußabdrücke (Immobilien, Finanzen)
Die Idee "aufrütteln" bedeutet:
- Öffentlichen Druck aufbauen (Offene Briefe, Kampagnen)
- Theologisch argumentieren (Bundestheologie, Schöpfungsverantwortung)
- Der Kirche helfen, endlich das zu tun, was sie selbst in ihren Texten predigt.
- Bewegung von unten zeigen ("Schaut, Gemeinden wollen das!")
Mögliche Taktik: Pinzettenbewegung
Von oben UND von unten gleichzeitig:
Von unten (Gemeinden):
- Pilotprojekte starten (auch ohne offizielle Erlaubnis)
- Best Practices zeigen ("Seht, es funktioniert!")
- Netzwerk bilden (Gemeinden, die mitmachen, gegenseitig stärken)
Von oben (Kirchenleitung):
- Theologische Legitimation einfordern
- Offizielle Unterstützung fordern
- Ressourcen mobilisieren (Räume, Gelder, Personal)
Wenn beides zusammenkommt, entsteht Bewegung.
Die Bewegung braucht:
- Charismatische Figuren (Bischöfe, Theologinnen, die mitziehen)
- Mediale Sichtbarkeit (Arche-Projekte als Vorbild)
- Theologische Flankierung (Bücher, Paper, Synodalreden)
- Kritische Masse an Gemeinden, die mitmachen
Zur Spannung zwischen Aufbruch und Institution
Das Dilemma:
Einerseits: Die vitalen Aufbrüche passieren außerhalb
- Ökodörfer wie Sieben Linden, Schloss Tempelhof
- Solidarische Landwirtschaft (Solawis) - über 400 in Deutschland
- Transition Towns
- Commons-Bewegung
- Degrowth-Initiativen
Andererseits: Diese sind zahlenmäßig minimal und gesellschaftlich marginal.
Während: Die Kirchen mit ihren Millionen Mitgliedern, tausenden Gebäuden, etablierten Strukturen weitgehend ungenutzt bleiben.
Warum es trotzdem so schwer ist
Das Motivationsproblem
Es ist schwierig, Menschen zu motivieren, da mitzumachen.
Warum?
1. Kognitive Dissonanz ist schmerzhaft
Die Menschen WISSEN eigentlich, was nötig wäre. Aber:
- Ihr Leben müsste sich drastisch ändern
- Ihre Privilegien aufgeben
- Gegen den Strom schwimmen
- Verzicht üben, während andere weiter konsumieren
Das Gehirn wehrt sich mit aller Kraft gegen diese Erkenntnis.
2. Die "Arche" zu bauen bedeutet:
- Konkrete Arbeit (nicht nur Zustimmung)
- Langfristiges Engagement (nicht nur Event)
- Sichtbarkeit (nicht anonym bleiben)
- Konfrontation mit dem eigenen Scheitern
3. Das "Trittbrettfahrer-Problem"
"Warum soll ICH verzichten, wenn andere weitermachen?" "Was bringt mein kleiner Beitrag schon?" "Lasst das mal die Politik/Wissenschaft/anderen machen."
4. Fehlende Krisenerfahrung
Solange der Kühlschrank voll ist, die Heizung läuft, Netflix funktioniert - ist die Krise abstrakt. Die Flut ist noch nicht DA. Noah wirkte verrückt bis zum ersten Regentropfen.
Warum "Arche Noah for Future" genau richtig ist
Der Name trifft den Nerv:
- Er ist ehrlich und benennt den Ursprung der Krise: Die Flut kommt. Wir müssen uns vorbereiten. Schöpfungsbruch.
- Er ist hoffnungsvoll: Es gibt eine Rettungsmöglichkeit - wenn wir handeln. Die Arche schwimmt, geht nicht unter.
- Er ist inklusiv: "Von allem, was lebt" - niemand wird zurückgelassen.
- Er ist aktiv und bietet eine Handlungsstruktur: Nicht beten, sondern bauen und Alternativen schaffen.
- Er ist traditionsverwurzelt: Biblisch, aber zeitgemäß.
Prophetisches Wort als Leitbild
Jeremia musste auch jahrelang predigen, bevor Jerusalem fiel. Noah baute 120 Jahre (sagt die Tradition), bevor die Flut kam. Die Propheten wurden fast alle ignoriert - zu Lebzeiten.
Aber:
- Sie waren auf der richtigen Seite der Geschichte
- Sie taten, was getan werden musste
- Sie wurden rehabilitiert - wenn auch spät
Das Projekt Arche Noah for Future könnte:
- Zu spät kommen (die Flut ist schneller)
- Zu klein bleiben (zu wenige machen mit)
- Scheitern (institutionelle Trägheit gewinnt)
ODER:
- Der Kern sein, von dem aus Neues wächst
- Das Modell, das andere kopieren
- Die Arche, die tatsächlich rettet
Wir werden es nicht wissen, bevor wir es versuchen.
Noah baute die Arche. Wir versuchen es auch.
Es gibt zwei Projekte, die mit der Arche-Metapher auf die Bedrohung
unserer Überlebensfähigkeit hinweisen und für ein
Kollapsbewusstsein aus christlicher Sicht eintreten:
Das Projekt ArcheN und unser Projekt Arche Noah for Future.
Beide stehen im Austausch und kooperieren mit leicht
unterschiedlichen Schwerpunkten.
Viele gemeinsame Haltungen werden in den Texten von ArcheN
verdeutlicht und bieten Ergänzung zu den Inhalten unserer Webseite.
Hier geht es zu
Wir praktizieren eine enge Patnerschaft:
Partnerschaft mit Projekt ArcheN
Lutz Naschke und Eric Söllner
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